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we design architecture
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Weite Parkwiese mit altem Baumbestand, im Hintergrund die hellen Neubauten, rechts die weiße Villa

Projekt

Neubau Sanatorium

Kunde

Augustinum Stiftung

Leistungen

Entwurf, Genehmigung und Umsetzung

Ort

Bonn Oberkassel

Fertigstellung

2025

Neubau eines 80-Betten-Sanatoriums für Demenzerkrankte

Neubau Sanatorium

In der Nähe von Bonn hat OOW eine stationäre Pflegeeinrichtung der Augustinum Stiftung mit dem Repertoire moderner Architektur weiterentwickelt. Konzipiert wurde ein Neubau mit 80 Betten, der die Privatsphäre der an Demenz erkrankten Bewohner schützt und ihnen die Orientierung

Verglaster Eingang unter auskragendem Vordach mit rotem Augustinum-Schriftzug und zwei Fahrrädern

„Auch eine intellektuelle Herausforderung - ist das Erinnern wirklich essenziell, um Architektur zu erleben?“

Sebastian Blancke, Architekt BDA, Gründer OOW
Architekten in Berlin Patientenzimmer

Direkt am Rhein gelegen, befindet sich in einem denkmalgeschützten Park eine alte Villa, welche als Haupthaus des Sanatoriums erhalten wird. Die Planung von OOW sieht drei Neubauten vor, die sich am Rande des Parks feinfühlig in das Ensemble eingliedern. Sie nehmen Rücksicht auf den Baumbestand des Parks und die alte Villa und erfüllen doch die aller höchsten Ansprüche an Funktionalität und Gestaltung. Der Bau startet 2022, zwei Jahre später sollen die Bewohner einziehen.

Auch bei diesem Projekt hat sich das OOW-Team konsequent in die Perspektive der Nutzer hineingedacht. Wohn- und Aufenthaltsbereiche sind so gegliedert, dass die Privatsphäre der Bewohner das entscheidende Kriterium ist und so gut wie möglich gewahrt wird.

Jeder Bewohner gelangt aus seinem ihm vertrauten Zimmer in einen Aufenthaltsbereich, der Raum für gemeinsame Aktivitäten bietet. Von hier führen Wege zu den Speiseräumen und weiter in den Park oder zu den Aufenthaltsbereichen der anderen Gebäude.

Der Zugang zum Park, in dem die Bewohner, die spazieren und die Natur mit Rhein-Blick genießen können, ist offen. Er ist von allen Aufenthaltsbereichen und Speiseräumen aus auf direktem Weg zu erreichen. Und bei schlechtem Wetter? Dann bieten die verglasten Gemeinschaftsbereiche großzügige Ausblicke in den Park.

Hochmoderner Neubau für 80 Bewohner

Das Itzel-Sanatorium liegt im Bonner Vorort Oberkassel und wird von der gemeinnützigen Augustinum Stiftung betrieben. Im Neubau, den OOW konzipiert hat, entstehen hochmoderne Räume für 80 Bewohnerinnen und Bewohner. Das Ensemble ergänzt die denkmalgeschützte Villa.

Die Zimmer sind in den drei neuen Häusern auf drei Etagen angeordnet. Die Gebäude sind geknickt – so lassen sich lange, oft als unangenehm empfundene Flure vermeiden. Beim Verlassen des Aufzugs betritt man auf den zwei oberen Etagen einen kleinen Aufenthaltsbereich, der auch von Angehörigen bei Besuchen genutzt werden kann. Dieser Bereich ist zum Aufzug hin offen. Das Gestaltungskonzept und der – je nach Ausrichtung des Gebäudes unterschiedliche – Ausblick erleichtert den Bewohnern die Orientierun

Häufige Fragen

Wie erleichtert die Architektur den an Demenz erkrankten Bewohnern die Orientierung?
Die Gebäude sind geknickt, so lassen sich lange, oft als unangenehm empfundene Flure vermeiden. Beim Verlassen des Aufzugs betritt man auf den zwei oberen Etagen einen zum Aufzug hin offenen Aufenthaltsbereich; das Gestaltungskonzept und der je nach Ausrichtung der Gebäude unterschiedliche Ausblick erleichtern die Orientierung.
Wie fügt sich der Neubau in den denkmalgeschützten Park ein?
Die Planung sieht drei Neubauten vor, die sich am Rande des Parks feinfühlig in das Ensemble eingliedern. Sie nehmen Rücksicht auf den Baumbestand und die alte Villa, die als Haupthaus des Sanatoriums erhalten wird.
Welche Rolle spielt der Park für die Bewohner?
Der Zugang zum Park ist offen und von allen Aufenthaltsbereichen und Speiseräumen auf direktem Weg zu erreichen; die Bewohner können dort spazieren und die Natur mit Rhein-Blick geniessen. Bei schlechtem Wetter bieten die verglasten Gemeinschaftsbereiche grosszügige Ausblicke in den Park. ### Nur in der Quelle, nicht im Spiegel Ueberschrift Kurztext erleichtert. Langtext Direkt am Rhein gelegen, befindet sich in einem denkmalgeschützten Park eine alte Villa, welche als Haupthaus des Sanatoriums erhalten wird. Die Planung von OOW sieht drei Neubauten vor, die sich am Rande des Parks rücksichtsvoll in das Ensemble eingliedern. Sie nehmen Rücksicht auf den Baumbestand des Parks und die alte Villa und erfüllen doch die allerhöchsten Ansprüche an Funktionalität und Gestaltung. Bildunterschrift Bildunterschrift Projektnummer / -bezeichnung 0222 Augustinum Kassel Restaurant Ueberschrift Vom Speisesaal zur Destination Ueberschrift Die leise Transformation des Augustinum Kassel Zitat „Das Mittagessen im Restaurant ist in Seniorenresidenzen das Flanieren an der Strandpromenade und der Opernbesuch zugleich.“ Kurztext In Kassel legt ein Restaurant in einer Seniorenresidenz sein institutionelles Erbe ab und übernimmt die lässige Haltung einer Innenstadt-Gastronomie—erreicht durch kluge Zonierung, präzises Licht und nahezu ohne Baustellen-Drama. Langtext „Das Mittagessen im Restaurant einer Seniorenresidenz ist zugleich Flanieren an der Strandpromenade und ein Abend in der Oper.“ Kaum eine Zeile fasst die soziale Bedeutung der Mahlzeiten so bündig. Im Augustinum Kassel wird daraus der Auftrag: weg vom Archetyp des großen Speisesaals hin zu einem Ort, an dem Bewohner gern verweilen—und an dem sich Familie und Freunde bewusst dazugesellen, gerade am Abend. Das Berliner Büro OOW nähert sich der Aufgabe mit der Zurückhaltung erfahrener Hospitality-Architekten. Statt eines Rundumschlags erfolgt eine Neukomposition. Der ehemals monolithische Raum gliedert sich heute in drei halb offene Zonen, gefasst von Lamellenwänden auf brüstungshohen, akustisch wirksamen Elementen. Die Sichtachsen bleiben lang; Lärm und Verkehr nicht. Zwei zentrale Buffetinseln liegen zwischen den Bereichen und verwandeln den Service in einen ruhigen Fluss statt in eine Schlange. Gäste passieren beim Holen nur wenige fremde Tische—genug, um Teil des Ganzen zu sein, ohne sich vorgeführt zu fühlen. Der Grundriss ermöglicht zudem eine flexible „Tageszeiten-Staffelung“: morgens Café-Ton, mittags klassischer Betrieb und—entscheidend—am Abend eine intimere Ecke für Snacks und ein Bier. Die Atmosphäre leistet die Hauptarbeit. Lichtvouten liefern blendfreies, dimmbares Grundlicht; Pendelleuchten rücken auf Tischhöhe und fassen jede Tafel als privaten Ort. Ein in 3D erprobtes Farbkonzept spannt den Bogen von Beige bis Sienna, während Holzoberflächen und weich gerundete Handläufe die Haptik in einen zuvor funktional geprägten Raum zurückbringen. Selbst die Stühle sind als Bestandteil der Selbständigkeit mitgedacht: Sie gleiten mit der sitzenden Person, bieten Armlehnen, Haken für Taschen und Jacken sowie robuste, pflegeleichte Polster—praktisch, ohne nach „Pflege“ auszusehen. So sanft das Design, so deutlich die Zahlen: Seit der Umstellung ist die Abendauslastung spürbar gestiegen. Mehrere verteilte Servicestationen reduzieren Laufwege und Wartezeiten. Tischgrößen und -abstände folgen erprobten Augustinum-Standards und sichern die Zugänglichkeit; größere Versammlungen wurden in andere Räume verlagert, damit der Restaurant-Rhythmus im Alltag intakt bleibt. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten—drei Lichtszenen, am Schalter abrufbar—und vermeidet die Tücken überkomplexer „smarter“ Nachrüstungen mit permanentem Schulungsbedarf. Die Umsetzung war so bedacht wie das Konzept. Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb; ein Interimsrestaurant hielt Routinen stabil. Auf der Baustelle lag der Schwerpunkt auf Tischlerarbeiten—Lamellen und geformte Handläufe—sowie auf in den Trockenbau integrierten Vouten, deren Licht eher als Architektur denn als Gerät erscheint. Die Nutzerbilanz fällt knapp aus: Die Zonierung funktioniert; nennenswerter Optimierungsbedarf ist aus heutiger Sicht kaum gegeben. Das leise Radikale liegt hier nicht im großen Gestus, sondern in einer Folge kleiner, gezielter Schritte, die das soziale Leben des Raumes neu rahmen. Für Betreiber, die den vertrauten Abendschwung nach unten kennen, ist das Kasseler Modell replizierbar und pragmatisch: den Grundriss mit drei halb offenen Zonen stabilisieren; zentrale Buffets als räumliche Puffer nutzen; die Steuerung lesbar halten; und Qualität dort ausdrücken, wo Bewohner sie berühren. Das Ergebnis ist kein Spektakel. Es ist in der Seniorenlandschaft etwas Selteneres: ein Restaurant, das selbstverständlich wirkt—ein Ort, den man wählt, nicht einer, an dem man zufällig isst. Bildunterschriften (Vorschlag) Bild 01: Blick entlang der drei Zonen; Lichtvouten und Lamellen strukturieren Tiefe und Ruhe. Bild 02: Sitznische mit gerundetem Handlauf und Pendelleuchte — Intimität bei Sichtbezug. Bild 03: Die zentralen Buffetzonen zwischen den Bereichen verkürzen Wege und entzerren den Betrieb. Bild 04: Raumwirkung im Querschnitt: halb offen gegliederte Bereiche statt Großsaal. Bild 05: Detail der Brüstungen mit Akustikoberfläche und präzisen Eckausrundungen. Bild 06 (Visualisierung): Entwurfsstand zur Zonierung und Farbpalette Beige–Sienna. Bild 07: Großzügige Wegeführung für Service und Mobilitätshilfen; ruhiger Rhythmus der Lamellen. Bild 08: Bezug zur Außenterrasse; innenstädtische Restaurant-Anmutung statt Speisesaal. Zitat

Fakten in Zahlen

4
Jahre Abstimmung
8
Behörden
1
Baugenehmigung

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